Tagesarchiv für den 24. April 2008

Aldi verzichtet auf Versicherungsangebote

 Versicherungspolicen zwischen Fleisch und Obst bleiben vorerst für Aldi eine Vision.

Nachdem Stimmen laut wurden, dass Versicherungspolicen im Supermarkt dem Image der Versicherungsbranche schaden könnten, kam die Supermarktkette Aldi ins Grübeln und ließ die Pläne vom Versicherungsverkauf erst einmal gut sein.

Verbraucherschützer und der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) wehrte sich gegen die Tatsache, dass der Gegenstand der für Sie Lohn und Brot darstellt jetzt zum “Ramsch”-Verkaufsartikel mutieren sollte und übte scharfe Kritik gegenüber Aldi. Mit Erfolg. Aldi wollte die “Supermarkt”- Versicherung vermutlich nur deshalb an den “Mann” bringen, um damit den Gewinn zu steigern. Ein wichtiger Aspekt sei, dass Aldi bereits in vielen Ballungsgebieten flächendeckend verteten sei und somit ein weiteres Wachstum nicht durch weitere Filialeröffnungen erzielt werden kann. Zusätzlich dazu kommt, dass das Non-Food-Geschäft, sprich der Vertrieb von Computern, Kleidung etc. nicht mehr so gut läuft wie noch vor einigen Jahren. Die Versicherungsbranche kann also erst einmal wieder aufatmen und können darauf hoffen, dass ihnen vermeintliche Billig-Policen nicht das Geschäft vermiesen werden.

Nach Plus und Penny wollte der Lebensmittel-Discounter, in Zusammenarbeit mit der Signal Iduna, Privathaftpflicht-, Unfall-, Hausrat- oder Reiseversicherungen anbieten.

Andere Unternehmen, wie zum Beispiel C&A und Tchibo bieten neben Lebensmitteln und Kleidung seit einiger Zeit auch bereits Versicherungen oder Kredite an. Lidl machte es Kunden sogar möglich ein Tagesgeldkonto beim Lebensmitteldiscounter zu eröffnen.

Bleibt wohl zu warten, was uns demnächst noch alles in den Supermärkten begegnet….!?

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Moderne Piraterie - Her mit dem Lösgeld…!

Früher kaperten Sie ganze Schiffe oder räumten die Ladung aus. Heutzutage geht es bei den Piraten oft um Kidnapping. Selbst hiervor kann man sich schützen, beziehungsweise vor dem finanziellen Verlust. Mit einer sogenannten Lösegeldversicherung zum Beispiel, diese erstattet im Falle einer Entführung mit Lösegeldforderung das Lösegeld bis zu der versicherten Summe (sogenannte Kidnap & Ramson Policen). Diese werden meist von Großindustriellen oder für Topmanager großer Wirtschaftsunternehmen abgeschlossen.Mit einer Warentransportversicherung werden nämlich lediglich Schäden, die durch Raub oder Beschädigung , die beispielsweise durch Kampfhandlungen während eines Überfalls entstehen, reguliert. Eine P&I Versicherung (Protection-and-Indemnity-Versicherung) reguliert ausschließlich legitime Haftungsansprüche Dritter und enthält eine Unfallversicherung für Besatzungsmitglieder, die im Fall einer Verletzung oder Tötung eines Besatzungsmitglied, durch einen Piratenangriff wirksam wird.

Der Reeder wird in den meisten Versicherungsfällen entlastet, jedoch kommt es vor, dass sich der Reeder nicht gänzlich entlasten kann, wenn ihm zum Beispiel nachweislich eine Mitschuld an der Piraterie angelastet werden kann.

Der weltweit verursachten Schäden wird derzeit auf ca. 13 Mrd. € jährlich geschätzt.

Seeleute setzen langsfristig auf die Technik - sogenannte Alarm- und Tracking-Systeme (z.B. ship-Loc) verbessern die Sicherheit der Schiffe erheblich. Hierbei handelt es sich um ein Satelliten-Ortungs-System, womit Schiffe weltweit geortet werden können - weiterhin ist es für die Besatzung von äußerster Wichtigkeit Notfall-Pläne zu erstellen und diese bevor der Ernstfall eintritt zu testen, damit alle wissen, wie sie sich verhalten sollen. Dies führt dann im Gefahrenfall zu einem höheren Sicherheitsgefühl und beugt Kurzschlusshandlungen der Besatzung vor.

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