Tagesarchiv für den 04. Oktober 2008

Versicherung ist nicht gleich Versicherung: Schaut man sich Versicherungen wie zum Beispiel Betriebliche Altersvorsorge, Britische Police und/oder Lebensversicherung an, gibt es weltweit große Unterschiede

Im Verlauf ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gehen die einzelnen Ländern von der Produktion rohstoffbasierter und reifer Produkte zu Technologie- und wissens-intensiven Produkten wie Versicherungen wie zum Beispiel Betriebliche Altersvorsorge, Britische Police und/oder Lebensversicherung über und durchlaufen dabei in ihrer volkswirtschaftlichen Entwicklung selbst den „Produktlebenszyklus”: Beginnend mit Produkten, die in der Reife- oder sogar schon in der Stagnationsphase sind, arbeiteten sie sich im Entwicklungsprozess zu Produkten in der Innovations- und Einführungsphase vor.Dies geht immer schneller, weil Wissen immer mobiler wird. So können Produkte, die früher einmal als „Hightech” gegolten haben, schon nach einigen Jahren als reif angesehen werden. Beispiele dafür sind einfache Speicher-Chips oder Massenstahl. In diesem Prozess, der charakteristisch für die Globalisierung ist, verlieren die Länder mit hohem Pro-Kopf-Einkommen ihren Wettbewerbsvorteil gegenüber denen, die aufholen, wenn sie aufhören, zu experimentieren und neue Produkte und Verfahren einzuführen. All dies hat auch seine Auswirkungen auf den Dienstleistungssektoren, zu dem eben auch jene Firmen zu zählen sind, die Versicherungen wie zum Beispiel Betriebliche Altersvorsorge, Britische Police und/oder Lebensversicherung an den Mann bringen wollen, oder auch andere Versicherungen wie zum Beispiel Riester Rente, Vermögenswirksame Leistungen oder Unfallversicherung, um an dieser Stelle noch einige weitere nennenswerte Beispiele zu nennen. Auch die Preise für die Versicherungen wollen wohl überlegt sein. Nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch die Höhe der Preise (=Preisniveau) ist entscheidend für die wirtschaftlichen Planungen eines privaten Haushalts. Erhöht sich das Preisniveau bei gleich bleibender Höhe des zur Verfügung stehenden Einkommens, bleibt weniger Geld für den Konsum übrig – die Kaufkraft sinkt. Preissenkungen hingegen führen zu einer Steigerung der Kaufkraft. So verringern beispielsweise Preissteigerungen und die daraus resultierende Verminderung der Kaufkraft des Einkommens den Verbrauch von Luxusartikeln, während die Nachfrage nach lebensnotwendigen Gütern verstärkt wird.

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Eine Versicherung muss die Bewegungen des Markts sondieren

Immer am Puls der Zeit: Wenn sich das Einkommen ändert, dann ändert sich auch die Struktur des Warenkorbes in den einzelnen Privathaushalten. Bei steigendem Einkommen treten neue Konsumgüter hinzu und andere verschwinden aus dem Warenkorb. Normaler Weise konsumieren die Haushalte mehr, wenn ihr Einkommen steigt. Daher nennen wir Güter, deren Konsum bei zunehmendem Einkommen höher wird, „normale” Güter. Wenn der Konsum eines Gutes mit steigendem Einkommen schneller zunimmt als das Einkommen, nennt man ein solches Gut „superior”. Superiore Güter sind also eine Sonderform der normalen Güter. Sinkt dagegen der Konsum bei steigendem Einkommen, so heißt das Gut „inferior”. All dies muss man auch wissen, wenn man Versicherungen wie zum Beispiel Berufsunfähigkeitsversicherung, Dienstunfähigkeitsversicherung und/oder Risikolebensversicherung erfolgreich an den Mann bringen will.Kartoffeln gelten zum Beispiel als inferiores Gut: Menschen mit niedrigem Einkommen essen viele Kartoffeln, um satt zu werden. Steigt aber ihr Einkommen, so kaufen sie weniger Kartoffeln und ersetzen diese durch Fleisch und Gemüse. Superiore Güter sind oftmals solche, die wir als Luxusgüter ansehen, zum Beispiel teure Weine oder wertvoller Schmuck. Die Anbieter von superioren Gütern gewinnen durch das Wirtschaftswachstum, denn bei wachsenden Einkommen der Verbraucher nimmt die Nachfrage nach ihren Güter überproportional zu.

Der Zusammenhang zwischen Einkommen und der Struktur des Warenkorbs von privaten Haushalten ist erstmals vom preußischen Statistiker Ernst Engel (1857) systematisch untersucht worden. Nach ihm sind die Engelkurven benannt, mit denen inferiore und superiore Güter dargestellt werden. Ob ein Gut inferior oder superior ist hängt von den Vorlieben der Konsumenten ab. Es handelt sich also nicht um physische Eigenschaften der Güter, sondern um die Einstellungen, die die Konsumenten zu den Gütern haben. Und das gilt auch für Versicherungen wie zum Beispiel Berufsunfähigkeitsversicherung, Dienstunfähigkeitsversicherung und/oder Risikolebensversicherung.

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