Monatsarchiv für November, 2008
Den meisten Bundesbürgern ist klar, dass sie für den Ruhestand vorsorgen müssen. Die wenigsten jedoch schaffen es, in dieser Richtung etwas zu unternehmen. Viele vertrauen auf eine Lebensversicherung, auch wenn deren Rendite eher bescheiden ausfällt. Seit dem aktuellen Börsencrash haben auch die Unbelehrbarsten kapiert, dass Aktien und Fondsanteile nicht zur Altersvorsorge taugen. Viele Menschen sind verunsichert, wie sie richtig für die Zeit nach dem Erwerbsleben vorsorgen sollen. Dabei gibt es seit 2002 eine interessante Alternative: Die staatliche finanzierte Betriebsrente.Bisher war die Betriebsrente nur Arbeitnehmern von großen Konzernen vorbehalten. Damit konnten diese Unternehmen ihr Ansehen steigern und hatten einen Anreiz um qualifizierte Arbeitgeber zu gewinnen. Eine Betriebsrente kann das gesetzliche Altersgeld um über ein Drittel erhöhen. Bisher zahlten die meisten Unternehmen, welche ihren Arbeitnehmern eine Betriebsrente finanzierten diese zusätzliche Leistung zu 100%. Bis 2003 gab nur ein Drittel der deutschen Unternehmen Geld für die betriebliche Altersrente aus. Im Jahr 2002 gab es eine entscheidende Gesetzesänderung: Nun haben alle Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Im Gegensatz zu der klassischen Form einer Betriebsrente, dass der Arbeitgeber diese komplett finanziert, besteht nun das gesetzliche Recht auf einer Entgeltumwandlung. Die Beiträge zu der neuen Form der betrieblichen Altersvorsorge muss der Arbeitnehmer selbst tragen. Jedoch gibt wird diese Art der Altersvorsorge vom Staat subventioniert. In etlichen Fällen beteiligt sich aber auch der Arbeitgeber an der betrieblichen Altersvorsorge. Es gibt verschiedene Wege zu einer betrieblichen Altersvorsorge.
Mit einer Direktzusage, sag der Arbeitgeber seinen Angestellten und Arbeitern zu, dass pro Jahr Betriebszugehörigkeit ein vereinbarter Rentenbetrag bezahlt wird. Diese klassische Form der Betriebsrente ist vollständig von dem Unternehmen finanziert. Der Arbeitnehmer muss keinen Cent zu dieser Sonderleistung des Unternehmens beitragen. Diese Form der Betriebsrente ist immer noch die gebräuchlichste.
Die Betriebsrente in ihrer ältesten Form ist die Unterstützungskasse. Die Versorgungseinrichtung wurde entweder von einer Firma oder mehreren Unternehmen ins Leben gerufen. Die Aufgabenstellung der Unterstützungskassen ist es, die spätere betriebliche Altersversorgung der Mitarbeiter zu sichern. In den meisten Fällen zahlen die Firmen zu 100% in die Unterstützungskassen ein. Aber ach für die Mitarbeiter ist eine Unterstützungskasse ein idealer Weg, um steuerfrei Beiträge für die eigene Altersversorgung einzuzahlen.
30. November 2008
Viele Versicherte stehen irgendwann vor der schweren Entscheidung, ob eine Kapitallebensversicherung oder eine Risikolebensversicherung abgeschlossen werden soll. Dabei ist es nicht nur die Höhe der monatlichen Beiträge, welche die Entscheidungsfindung erschweren. Auch das Leistungsspektrum der beiden Versicherungen fällt unterschiedlich aus.Bei der Kapitallebensversicherung gibt es, wie bei der Risikolebensversicherung, diverse Kritikpunkte. Grundsätzlich sind Kapitallebensversicherungen, objektiv betrachtet, ein gutes Absicherungsintrument für die Zeit nach dem aktiven Arbeitsleben. Wer in einem unselbständigen Arbeitsverhältnis beschäftigt ist, sollte den Weg der betrieblichen Entgeltumwandlung gehen. Die Beträge werden dabei in eine Riester-Rente investiert.
Zu den Hauptkritikpunkten an einer Kapitallebensversicherung gehört, dass diese Versicherung sehr unflexibel ist. Die Vertragslaufzeiten sind sehr langfristig und eine vorzeitige Kündigung der Kapitallebensversicherung kostet dem Versicherungsnehmer viel Geld. Bei einer Kapitallebensversicherung muss für Jahrzehnte geplant werden. Intransparent und ist die Gestaltung der Gebühren einer Kapitallebensversicherung. Vor allem die Abschlusskosten beim Abschluss eines Vertrages für eine Kapitallebensversicherung verursachen hohe Kosten. Ebenfalls belastend sind die Verwaltungs- und Vertriebskosten für den Endertrag einer Kapitallebensversicherung. Im schlechtesten Fall kann es bis zu zwei Jahren dauern, bis zum ersten mal Geld auf dem Kapitallebensversicherungskonto angespart sind. Der vertraglich fixierte Garantiezins liegt oft auf einem niedrigen Niveau. Um den Abschluss einer Kapitallebensversicherungspolice dem Versicherten attraktiv zu machen, werden oft Überschussbeteiligungen in Aussicht gestellt. Leider kann für den Eintritt von Überschüssen von Seiten der Versicherungsgesellschaft nicht garantiert werden. Ein weiterer Nachteil der Kapitallebensversicherung ist der Sparanteil. Von den gezahlten Beiträgen werden die Verwaltungskosten abgezogen. Ebenso wird die Prämie für den Todesfallschutz subtrahiert. Für die Verbraucher ist es oft nicht nachvollziehbar, wie sich der Sparanteil zusammensetzt. Ist die garantierte Ablaufsumme hoch, kann von einem hohen Sparanteil ausgegangen werden. Die Rendite einer Kapitallebensversicherung ist in den meisten Fällen dürftig. Auch wenn diese Policen ein kontinuierlicher Sparvorgang mit einem finanziellen Schutz der Angehörigen im Todesfall sind, ist der Ertrag dieser Altersvorsorge wenig lukrativ.
Vor dem Abschluss einer Kapitallebensversicherung muss dem Verbraucher klar sein, dass er eine langfristige und unflexible Kapitalbindung eingeht. Die Abschlusskosten sind hoch und eine Kündigung kommt sehr teuer.
27. November 2008
Grundsätzlich sind in Deutschland Arbeitnehmer Pflichtmitglieder in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung. Dazu werden von den Löhnen und Gehältern die entsprechenden Beiträge zu dieser Versicherung abgezogen. Was wenige wissen: Sogar Selbständige können sich auf freiwilliger Basis bei der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung weiterversichern. Dazu sind bestimmte Voraussetzungen notwendig: Zwei Jahre bevor die selbständige Tätigkeit aufgenommen wurde, musste der Unternehmer für 360 Tage mindestens Mitglied der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung gewesen sein. Zu den 360 Tagen zählen jedoch nicht nur die Zeiten in denen für diese Versicherung eingezahlt wurde, sondern auch wenn Leistungen wie das Arbeitslosengeld empfangen wurde. Spätestens nach einem Monat, nach dem die selbständige Tätigkeit aufgenommen wurde, muss der Antrag auf freiwillige Mitgliedschaft in der Arbeitslosenversicherung gestellt sein. Werden diese Frist und Voraussetzung nicht eingehalten, besteht keine Möglichkeit auf eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung.Wem es nicht möglich ist, Mitglied in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung zu werden, der hat die Möglichkeit, dies privat zu tun. Oft werden derartige Policen in Zusammenhang mit einer Rechtsschutzversicherung oder einer Unfallversicherung angeboten. Wichtig ist es, die Vor- und Nachteile der gesetzlichen und privaten Arbeitslosenversicherung objektiv zu vergleichen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Der größte Vorteil der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung ist ihr sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Nachteile sind dass die, oft manchmal seltsam anmutenden, Auflagen der Bundesagentur für Arbeit eingehalten werden müssen. Das komplizierte Aufnahmeverfahren ist ebenfalls alles andere als eine gute Werbung für die gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Die Leistungsgewährung ist nur bis zu 12 Monaten, bei Versicherten über 55 Jahren sind es 18 Monate, möglich. Dazu müssen aber bestimmte Voraussetzungen eingehalten sein.
Als größten Vorteil kann die private Arbeitslosenversicherung anführen, für all jene offen zu sein, die keine Möglichkeit haben in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung zu kommen. Negativ hingegen sind bei der privaten Arbeitslosenversicherung die hohen Prämien, bei einer oft nur sehr kurzen Leistungsdauer. Die Bedingungen für die Arbeitslosigkeit müssen nachgewiesen werden. Vor allem bei Selbständigen ist dies sehr schwer. Liegt kein Tatbestand für eine unverschuldete Arbeitslosigkeit vor, gibt es keinen Bezug von Arbeitslosengeld.
26. November 2008
Kinder entdecken ihre Umwelt und stellen manchmal etwas an. Dabei kann es auch zu Sachschäden kommen. Woher sollte denn der kleine Kerl wissen, dass man im Lack von einem Sportauto nicht mit dem Messer rumritzt? Sind die Kinder noch unter sieben Jahre alt, zahlt die Haftpflichtversicherung nicht für Schäden, die von ihnen verursacht wurden. In diesem Fall zahlt die Haftpflichtversicherung nicht. Grundsätzlich gelten Kinder bis zum siebten Lebensjahr als schuldunfähig. Meistens bleibt der Geschädigte auf seinen Kosten sitzen.
Generell zahlen die privaten Haftpflichtversicherungen nicht, wenn ein Schaden mit Vorsatz verursacht wurde. Ebenfalls sind Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, die mit Bußgeldern belegt sind, von dem Schutz der Haftpflichtversicherung ausgenommen.
Wer sich bewegliche Gegenstände ausleiht, pachtet oder mietet muss im Schadensfall selbst zahlen. Besonders bei der Anmietung von einem Auto, sollte der Entleiher daher speziell eine Versicherung gegen etwaige Schäden an dem Fahrzeug für die Mietdauer abschließen. Der Grund für den Ausschluss von vermieteten, geliehenen oder gepachteten Gegenständen aus der privaten Haftpflichtversicherung ist nachvollziehbar: Die Versicherungsgesellschaften befürchten einen Anstieg von Betrugsfällen. Wer sich von einem Freund oder Bekannten ein Auto ausleiht, kann verursachte Schäden über die Kfz-Haftpflichtversicherung begleichen lassen. Mittlerweile gibt es Beschränkungen bei manchen Versicherungsgesellschaften: So gilt die Kfz-Haftpflichtversicherung oft nur für einen Fahrer oder einen zweiten, der ausdrücklich im Versicherungsvertrag benannt wurde.
Ausnahmen bei der Schadensregulierung von gemieteten Gegenständen gibt es: Schäden von beweglichen Dingen die fest angebracht sind, zum Beispiel in einem Hotelzimmer oder der Mietwohnung, fallen unter die private Haftpflichtversicherung. Aber auch von dieser Sonderregelung gibt es Ausnahmen: Schäden an Gegenständen, die einer gewissen regelmäßigen Abnutzung unterliegen, wie der Teppichboden oder das Parkett sind nicht von der privaten Haftpflichtversicherung gedeckt.
Weitere Irritationen bei der Regulierung von Schäden gibt es im Sportbereich. Fährt ein Fahrradfahrer auf dem Weg zur Arbeit einen Fußgänger an und verletzt ihn, zahlt die Schäden seine private Haftpflichtversicherung. Ist der Radfahrer im Rahmen eines Radrennens unterwegs, muss die private Haftpflichtversicherung nicht zahlen. Gleiches gilt für den Fußball. Kicken Jugendliche auf dem Bolzplatz und schießen eine Fensterscheibe kaputt, zahlt die Haftpflichtversicherung der Eltern. Wird bei einem offiziellen Fußballspiel ein Gegenspieler durch zu viel Körpereinsatz verletzt, zahlt die private Haftpflichtversicherung nicht.
24. November 2008
Paare die ohne Trauschein zusammenleben, werden nicht nur vom Gesetzgeber diskriminiert, auch bei den Versicherungen müssen sie mit Sonderregelungen leben. Leider gibt der Staat was unverheiratete Paare angeht, ein denkbarst schlechtes Vorbild ab: Wenn es zugunsten des Staates geht, beispielsweise beim Unterhalt, werden Paare ohne Trauschein so behandelt, wie Paare die verheiratet sind. Bei den Rechten benachteiligt der Staat unverheiratete Paare: Beispielsweise haben sie kein Anrecht auf eine günstige Steuerklasse und das Ehegattensplitting ist ihnen auch nicht möglich.Bei den Pflichtversicherungen ergibt sich folgendes Bild, für Paare die bewusst auf die Eheringe verzichten: Bei der Krankenversicherung muss jeder Partner selbst versichert sein. Die Familienversicherung, welche beitragsfrei ist, schließt unverheiratete Paare nicht mit ein. Komplizierter wird die gesetzliche Krankenversicherung, wenn ein Paar ohne Trauschein ein gemeinsames Kind hat und ein Teil des Paares in der privaten Krankenversicherung versichert ist. Das Kind kann beitragsfrei bei dem Teil des Paares krankenversichert sein, das sich in der gesetzlichen Krankenversicherung befindet. Sobald das Paar heiratet, muss das Kind bei dem Elternteil mitversichert werden, das Mitglied einer privaten Krankenkasse ist. Worin hier die Logik besteht, ist nicht nachvollziehbar!
Bei der Kfz-Versicherung müssen ebenfalls beide Partner ohne Trauschein, eine eigene Police abschließen. Wer einen Rabatt bei der Kfz-Versicherung nutzt, sollte den Partner unbedingt als Person in den Versicherungsvertrag eintragen lassen, der auch das Fahrzeug benutzen darf.
Gleichgestellt mit Ehepaaren sind die in „wilder Ehe” Lebenden bei der privaten Haftpflichtversicherung. Leben beide in einem gemeinsamen Haushalt zusammen, wird nur noch eine Haftpflichtversicherung benötigt. Diese Versicherung ersetzt jedoch nur Schäden, die Dritten zugefügt wurden. Für Schäden die sich die beiden Partner gegenseitig zufügen, übernimmt die gemeinsame Versicherung nicht die
Haftung.
Unsozial und konservativ zeigt sich der Staat, wenn es um die Hinterbliebenenrente von unverheirateten Paaren geht. Für Paare ohne Trauschein sieht der Staat keine Ansprüche auf Witwenrente oder Witwerrente vor! Hier müssen die Paare ohne Trauschein mit einer Risikolebensversicherung selbst vorsorgen. Dabei muss ein Teil der Partner als versicherte Person und der andere Teil als Versicherungsnehmer in die Police eingetragen sein. Besonders dreist bedient sich der Staat im Todesfall, wenn die Risikolebensversicherung ausbezahlt werden muss. Es kommt dabei zu einer sehr hohen finanziellen Belastung durch die Erbschaftssteuer.
20. November 2008
Immer öfter sind Privatpersonen in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Nicht nur mit Behörden gibt es dabei Meinungsverschiedenheiten, die vor Gericht geklärt werden müssen, auch die Zwistigkeiten zwischen Bürgern nehmen zu. Besonders Streitfälle am Gartenzaun beschäftigen die Gerichte zunehmend. Ob eine Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten übernimmt oder nicht, hängt davon ab, ob der Rechtsbereich von der Versicherung abgedeckt ist und das Verfahren aussichtsreich ist.Die Versicherungsgesellschaften haben den Rechtsschutz in verschiedene Rechtsbereiche aufgeteilt. So gibt es Angebote die sich auf den Verkehrsrechtsschutz oder das Mietrecht beschränken. Auch ein Rechtsschutz im Berufsrecht ist in vielen Fällen sinnvoll.
Eine Rechtsschutzversicherung bindet die Ehepartner in die Versicherung mit ein. Gleiches gilt für die Kinder. Paar die einen gemeinsamen Haushalt führen, aber nicht verheiratet sind, müssen den Lebenspartner ausdrücklich im Versicherungsschein benennen lassen, damit dieser in der Rechtsschutzversicherung mitversichert ist.
Vom Verkehrsrechtsschutz sind alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr abgesichert. Wer viel Auto fährt sollte unbedingt eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben. Für günstige jährliche Beiträge kann sich umfassend für Rechtsstreitigkeiten abgesichert werden.
Immer mehr an Bedeutung gewinnt der Berufsrechtsschutz an Bedeutung. Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer landen vermehrt vor den Arbeitsgerichten. Grundsätzlich zahlt in der ersten Instanz jeder der Verfahrensbeteiligten seine Gerichtskosten selbst. Dieses Risiko lässt sich mit einer speziellen Berufsrechtsschutzversicherung kompensieren. Mitglieder von Gewerkschaften haben bei ihren Beitragszahlungen eine Berufsrechtsschutzversicherung bereits inklusive.
Geld sparen lässt sich bei einer Rechtsschutzversicherung mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung. Bei manchen Versicherungsgesellschaften lässt sich dadurch eine Beitragsreduzierung von einem knappen Drittel durch die Selbstbeteiligung realisieren. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass pro Rechtsstreit die Selbstbeteiligung zu zahlen ist.
Weitere Möglichkeiten bieten die Rabatte der Versicherer: Für Beamte und Angehörige des öffentlichen Dienstes werden Sondertarife bei der Rechtsschutzversicherung angeboten. Wer Verträge mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren abschliesst, erhält ebenfalls einen Prämiennachlass. Bei der Verkehrsrechtschutzversicherung kann die Schadensfreiheit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes auch zu einer Senkung der Beiträge führen.
Bevor der Gang zu einem Rechtsanwalt angetreten wird, sollte sich der Versicherte eine Deckungszusage seiner Rechtsschutzversicherung einholen. Die Wahl des Anwaltes ist grundsätzlich frei.
18. November 2008
Bei Schäden sollte nicht nur daran gedacht werden, was einem selbst als passieren kann. Jeder hat schon einmal aus einer Unachtsamkeit heraus jemanden anderen oder sich selbst einen Schaden zugefügt. Das schlimmste was einem dabei passieren kann, sind Schadensersatzleitungen die das eigene Budget über Jahre schädigen.Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:
Beim Verlassen der Wohnung vergas eine Mieterin den Heizlüfter abzustellen. Dieser verursachte einen Zimmerbrand, der sich auf das ganze Mietaus ausweitete. Als sie nach Hause kam, standen mehrere Löschfahrzeuge der Feuerwehr vor dem Haus und bekämpften den Brand. Die Ursache für das Feuer war schnell gefunden. Den Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro musste die Frau selbst bezahlen.
Ein Mann war mit dem Fahrrad von der Kneipe auf dem Rückweg nach Hause. Es war bereits dunkel und das Rad unbeleuchtet. Ein von hinten kommendes Auto sah den Fahrradfahrer zu spät und musste auf die andere Seite der Straße ausweichen. Dort kollidierte es mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Neben zwei Totalschäden bei den Autos entstanden erhebliche Personenschäden. Die Zechtour kam den Radfahrer teuer zu stehen, er hatte eine Haftpflichtversicherung.
Es gibt noch mehr Beispiele aus der Praxis, wie schnell Schäden ungewollt herbeigeführt werden können. Ein absolutes Muss ist deshalb die private Haftpflichtversicherung. Der Jahresbeitrag ist zwischen 50 und 120 Euro sehr moderat, wenn man überlegt, dass dafür Schäden von mehreren Millionen Euros abgedeckt sind. Die Mindestdeckungssumme bei einer privaten Haftpflichtversicherung sollte mindestens 3 Millionen Euro betragen. Wer einen Vertrag mit einer Deckungssumme von 10 Millionen Euro abschliesst ist auf der sicheren Seite, wenn ein Schaden eintritt. Bei der privaten Haftpflichtversicherung sind der im Haushalt lebende Ehepartner und die Kinder mitversichert. Wer ohne Trauschein glücklich in einem gemeinsamen Haushalt lebt, kann den Partner namentlich in die private Haftpflichtversicherung mit aufnehmen lassen. Dadurch wird im Haushalt nur eine gemeinsame Haftpflichtversicherung benötigt. Ein Problem ist jedoch an dieser Option: Schäden die sich gegenseitig gemeinsam versicherte Lebenspartner zufügen, werden nicht von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt.
18. November 2008
Für die Eigentümer von Immobilien gibt es keine gesetzlichen Pflichtversicherungen. Trotzdem gehört die Wohngebäudeversicherung zu einer Versicherung die im eigenen Interesse abgeschlossen sein muss. Schäden die durch Unwetter, gebrochene Wasserleitungen, Blitzschlag oder Brand entstanden sind, können bei der Behebung sehr teuer werden.
Die Hausratversicherung ist mit den Leistungen der Wohngebäudeversicherung vergleichbar. Auch wenn sie andere Risiken absichert. Eine Hausratversicherung deckt die entstandenen Schäden der beweglichen Gegenstände in einem Haus oder Wohnung ab, die durch Einbruchdiebstahl, Brand, Leitungswasser, Explosionen, Flugzeugabstürze, Sturm, Vandalismus oder Raub hervorgerufen wurden. In den meisten Fällen ist Brand die Schadensursache. Im Schadensfall deckt diese Versicherung den Neuwert der entwendeten oder beschädigten Dinge ab. Wer einen eigenen Haushalt hat, unabhängig ob in einer eigenen Immobilie oder zur Miete, kann durch eine Hausratsversicherung sein bewegliches Eigentum schützen. Wer wertvolle Gegenstände sein eigen nennte, kann diese mit der Hausratsversicherung absichern. Jedoch gibt es Sonderregelungen für bestimmte bewegliche Sachen. Für Sparbücher, Bargeld, Aktien, Münzen, Edelsteine, Schmuck, Antiquitäten, Briefmarkensammlungen oder Barren aus Edelmetall gelten Sonderregelungen der Versicherungsgesellschaften. Die meisten Anbieter von Hausratversicherungen leisten bei Verlust der besonders wertvollen Gegenstände oft nur eine maximale Entschädigung von 20% der Summe mit der sie versichert sind. Wer mehr Prämie für die Hausratversicherung zahlt, kann mit der Hausratversicherung eine höhere Entschädigung vertraglich festlegen.
Damit besonders wertvolle Dinge unter den Schutz der Hausratversicherung fallen, gelten besondere Bedingungen für deren Aufbewahrung. Die Versicherungsgesellschaften teilen vor Abschluss der Hausratversicherung mit, wie Wertgegenstände aufbewahrt werden müssen. Dazu gehört die Beschaffenheit von Tresoren. Auch gelten Obergrenzen für die Wertgegenstände im Haushalt. Bei einigen Versicherern ist diese für Bargeld bei 1.000 Euro.
Versichert sind bei einer Hausratversicherung alle beweglichen Gegenstände, selbst wenn diese fest installiert wurden. Beispielsweise eine wertvolle Einbauküche würde vom Schutz der Hausratversicherung erfasst werden. Auch Gegenstände die einen selbst nicht gehören, sich aber im eigenen Haushalt befinden werden vom Versicherungsschutz erfasst. Zur Beweisführung ist wichtig, dass der Wert des geschädigten Hausrates nachgewiesen werden kann. Rechnungen, Kontoauszüge, Bestellzettel erkennen die Versicherungen an.
Problematisch ist der Fahrraddiebstahl. Zum Zeitpunkt des Diebstahls muss das Fahrrad abgeschlossen gewesen sein und der Tatzeitpunkt muss zwischen 6 und 22 Uhr liegen. Nur unter diesen Voraussetzungen zahlt die Hausratsversicherung.
12. November 2008
Die Deutschen lieben ihre Haustiere. Unabhängig von der eigenen und er gesamtwirtschaftlichen Situation sparen sie nicht an ihren kleinen Lieblingen. Für den Vierbeiner nur vom Besten! Leider wird bei aller Liebe zum Haustier oft übersehen, dass auch dieses Schäden anrichten kann. Selbst harmlose kleine Nager wie Meerschweinchen können Schäden in der Mietwohnung verursachen. Tritt der Schadensfall ein, sind oft viele Tierhalter nur unzureichend oder gar nicht versichert. Dabei würden mit einem geringen monatlichen Versicherungsbeitrag die meisten Risiken, welche durch Haustiere entstehen sich absichern lassen.Wenn es um Schäden durch Tiere geht, steht der beste Freund des Menschen ganz oben. Vor allem Hunde verursachen jedes Jahr viele Haftpflichtfälle. Die Hauptsache machen dabei Bissverletzungen aus. Hat ein Hundehalter für seinen Vierbeiner keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, kommen selbst leichteste Bissverletzungen sehr teuer. Neben einem Schmerzensgeld muss das Hundeherrchen auch für die Behandlungskosten aufkommen. Bei einem Hundebiss der leichteren Art fällt dabei eine Arztrechnung in Höhe von mehreren Hundert Euro an. Bei schweren Verletzungen mit bleibenden sichtbaren Narben, wird es für einen Hundehalter noch teuerer. Sogar die Entfernung der Narben durch neuartige Lasertechnik, muss der Hundehalter bezahlen, wenn er fahrlässig gehandelt hat. Pro Sitzung wird für eine derartige Laserbehandlung zwischen 100 – und 150 Euro vom Arzt berechnet. Bei kleineren Narben die durch einen Hundebiss hervorgerufen wurden sind meistens zehn Laserbehandlungen notwendig.
Ebenfalls große Schäden provozieren frei herumlaufende Hunde im Straßenverkehr. Unfälle mit erheblichen Personen- und Sachschäden entstanden dabei. Der Hundehalter muss für diese Schäden haften. Am sichersten ist es eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Eine Deckungssumme von 3 Millionen Euro ist dabei in den meisten Fällen ausreichend. Die günstigsten Versicherungsprämien für eine derartige Haftpflichtversicherung liegen zwischen 50 und 90 Euro im Jahr pro Hund.
Kleine und ungefährliche Haustiere, wie Hasen, Katzen, Vögel oder Meerschweinchen benötigen keine eigene Haftpflichtversicherung. Schäden von diesen kleinen Haustieren verursacht werden, übernimmt die private Haftpflichtversicherung des Besitzers. Gleiches gilt für ein angemietetes oder ausgeliehenes Pferd. Ist jedoch das Reittier im eigenen Besitz benötigt es eine eigene Haftpflichtversicherung. Wie bei einer Haftpflichtversicherung für einen Hund, ist eine Deckungssumme von 3 Millionen Euro angemessen. Der Jahresbeitrag dafür bewegt sich zwischen 80 und 120 Euro.
11. November 2008
Ein bewohntes Gebäude ist vielen Gefahrenpotenzialen ausgesetzt: Unwetter können die Bausubstanz schädigen. Bei einem Wasserrohrbruch kann das Mobiliar und das Bauwerk schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Selbst ein kleiner Zimmerbrand kann verheerende Folgen nach sich ziehen.
Für Schäden an einem Wohngebäude, egal ob sich durch Wasser, Unwetter oder Feuer hervorgerufen sind, fallen für die Behebung sehr hohe Kosten an. Das Budget des Immobilieneigentümers kann dabei schnell aufgebraucht sein. Um sich gegen derartige Schäden zu versichern, ist eine Wohngebäudeversicherung empfehlenswert. Meistens besteht diese aus drei Teilen:
Einer Feuerversicherung
Einer Sturmversicherung
Und einer Versicherung die Schäden durch Leitungswasser abdeckt.
Eigentümer von Neubauten sollten sich vor Abschluss einer Wohngebäudeversicherung bei den Versicherungsgesellschaften informieren, ob Rabatte gewährt werden. In den meisten Fällen ist dies so. Schließlich weist ein neu gebautes Haus weniger Risiken auf als ein Altbau. Die Wasserleitungen sind neu verlegt, die elektrischen Installationen entsprechen einem modernen und sicheren technischen Standard. Je nach Versicherer kann ein Neubaurabatt zwischen 10 und 25 % ausmachen. Ein Einsparungspotenzial, dass man nicht übersehen sollte! nach etwa 15 Jahren, hier gibt es Unterschiede zwischen den Versicherungsanbietern, erfolgt meistens eine Vertragsumstellung der Wohngebäudeversicherung auf einen Normaltarif.
Eine Feuerversicherung sollte jeder Immobilienbesitzer abschließen. Die Brandgefahr für ein Haus oder eine Eigentumswohnung kann nie vollständig ausgeschlossen werden. Außerdem sind durch Feuer verursachte Schäden immens!
Wer in einer Gegend wohnt, in denen heftige Stürme keine Seltenheit sind, ist mit einer Sturmversicherung gut beraten. Auch wenn ältere Bäume um die eigene Immobilie stehen, ist eine Sturmversicherung eine präventive Maßnahme um etwaige Schäden durch umstürzende Bäume abzusichern.
Eigentümer von Altbauten oder Immobilien die sich in eher kalten Regionen befinden, sind mit dem Abschluss einer Leitungswasserversicherung auf der sicheren Seite. Vor allem die Leitungen in Altbauten sind teilweise schadhaft und verursachen große Schäden in der Bausubstanz.
Versicherungen gegen Hochwasser sind sehr schwer zu bekommen. Durch die Zunahme an Schäden durch Hochwasser in den letzten zehn Jahren, schließen viele Versicherungsgesellschaften mit Immobilieneigentümer die in Hochwasser gefährdeten Gebieten wohnen leider keine derartigen Versicherungsverträge ab.
10. November 2008
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