Tagesarchiv für den 18. November 2008

Die Rechtsschutzversicherung: Recht bekommen ohne viel Kosten

Immer öfter sind Privatpersonen in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Nicht nur mit Behörden gibt es dabei Meinungsverschiedenheiten, die vor Gericht geklärt werden müssen, auch die Zwistigkeiten zwischen Bürgern nehmen zu. Besonders Streitfälle am Gartenzaun beschäftigen die Gerichte zunehmend. Ob eine Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten übernimmt oder nicht, hängt davon ab, ob der Rechtsbereich von der Versicherung abgedeckt ist und das Verfahren aussichtsreich ist.Die Versicherungsgesellschaften haben den Rechtsschutz in verschiedene Rechtsbereiche aufgeteilt. So gibt es Angebote die sich auf den Verkehrsrechtsschutz oder das Mietrecht beschränken. Auch ein Rechtsschutz im Berufsrecht ist in vielen Fällen sinnvoll.

Eine Rechtsschutzversicherung bindet die Ehepartner in die Versicherung mit ein. Gleiches gilt für die Kinder. Paar die einen gemeinsamen Haushalt führen, aber nicht verheiratet sind, müssen den Lebenspartner ausdrücklich im Versicherungsschein benennen lassen, damit dieser in der Rechtsschutzversicherung mitversichert ist.

Vom Verkehrsrechtsschutz sind alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr abgesichert. Wer viel Auto fährt sollte unbedingt eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben. Für günstige jährliche Beiträge kann sich umfassend für Rechtsstreitigkeiten abgesichert werden.

Immer mehr an Bedeutung gewinnt der Berufsrechtsschutz an Bedeutung. Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer landen vermehrt vor den Arbeitsgerichten. Grundsätzlich zahlt in der ersten Instanz jeder der Verfahrensbeteiligten seine Gerichtskosten selbst. Dieses Risiko lässt sich mit einer speziellen Berufsrechtsschutzversicherung kompensieren. Mitglieder von Gewerkschaften haben bei ihren Beitragszahlungen eine Berufsrechtsschutzversicherung bereits inklusive.

Geld sparen lässt sich bei einer Rechtsschutzversicherung mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung. Bei manchen Versicherungsgesellschaften lässt sich dadurch eine Beitragsreduzierung von einem knappen Drittel durch die Selbstbeteiligung realisieren. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass pro Rechtsstreit die Selbstbeteiligung zu zahlen ist.

Weitere Möglichkeiten bieten die Rabatte der Versicherer: Für Beamte und Angehörige des öffentlichen Dienstes werden Sondertarife bei der Rechtsschutzversicherung angeboten. Wer Verträge mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren abschliesst, erhält ebenfalls einen Prämiennachlass. Bei der Verkehrsrechtschutzversicherung kann die Schadensfreiheit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes auch zu einer Senkung der Beiträge führen.

Bevor der Gang zu einem Rechtsanwalt angetreten wird, sollte sich der Versicherte eine Deckungszusage seiner Rechtsschutzversicherung einholen. Die Wahl des Anwaltes ist grundsätzlich frei.

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Damit sich der Schaden in Grenzen hält: Eine Private Haftpflichtversicherung

Bei Schäden sollte nicht nur daran gedacht werden, was einem selbst als passieren kann. Jeder hat schon einmal aus einer Unachtsamkeit heraus jemanden anderen oder sich selbst einen Schaden zugefügt. Das schlimmste was einem dabei passieren kann, sind Schadensersatzleitungen die das eigene Budget über Jahre schädigen.Hier ein paar Beispiele aus der Praxis:

Beim Verlassen der Wohnung vergas eine Mieterin den Heizlüfter abzustellen. Dieser verursachte einen Zimmerbrand, der sich auf das ganze Mietaus ausweitete. Als sie nach Hause kam, standen mehrere Löschfahrzeuge der Feuerwehr vor dem Haus und bekämpften den Brand. Die Ursache für das Feuer war schnell gefunden. Den Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro musste die Frau selbst bezahlen.

Ein Mann war mit dem Fahrrad von der Kneipe auf dem Rückweg nach Hause. Es war bereits dunkel und das Rad unbeleuchtet. Ein von hinten kommendes Auto sah den Fahrradfahrer zu spät und musste auf die andere Seite der Straße ausweichen. Dort kollidierte es mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Neben zwei Totalschäden bei den Autos entstanden erhebliche Personenschäden. Die Zechtour kam den Radfahrer teuer zu stehen, er hatte eine Haftpflichtversicherung.

Es gibt noch mehr Beispiele aus der Praxis, wie schnell Schäden ungewollt herbeigeführt werden können. Ein absolutes Muss ist deshalb die private Haftpflichtversicherung. Der Jahresbeitrag ist zwischen 50 und 120 Euro sehr moderat, wenn man überlegt, dass dafür Schäden von mehreren Millionen Euros abgedeckt sind. Die Mindestdeckungssumme bei einer privaten Haftpflichtversicherung sollte mindestens 3 Millionen Euro betragen. Wer einen Vertrag mit einer Deckungssumme von 10 Millionen Euro abschliesst ist auf der sicheren Seite, wenn ein Schaden eintritt. Bei der privaten Haftpflichtversicherung sind der im Haushalt lebende Ehepartner und die Kinder mitversichert. Wer ohne Trauschein glücklich in einem gemeinsamen Haushalt lebt, kann den Partner namentlich in die private Haftpflichtversicherung mit aufnehmen lassen. Dadurch wird im Haushalt nur eine gemeinsame Haftpflichtversicherung benötigt. Ein Problem ist jedoch an dieser Option: Schäden die sich gegenseitig gemeinsam versicherte Lebenspartner zufügen, werden nicht von der privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt.

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