Die Rechtsschutzversicherung: Recht bekommen ohne viel Kosten
Immer öfter sind Privatpersonen in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Nicht nur mit Behörden gibt es dabei Meinungsverschiedenheiten, die vor Gericht geklärt werden müssen, auch die Zwistigkeiten zwischen Bürgern nehmen zu. Besonders Streitfälle am Gartenzaun beschäftigen die Gerichte zunehmend. Ob eine Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten übernimmt oder nicht, hängt davon ab, ob der Rechtsbereich von der Versicherung abgedeckt ist und das Verfahren aussichtsreich ist.Die Versicherungsgesellschaften haben den Rechtsschutz in verschiedene Rechtsbereiche aufgeteilt. So gibt es Angebote die sich auf den Verkehrsrechtsschutz oder das Mietrecht beschränken. Auch ein Rechtsschutz im Berufsrecht ist in vielen Fällen sinnvoll.
Eine Rechtsschutzversicherung bindet die Ehepartner in die Versicherung mit ein. Gleiches gilt für die Kinder. Paar die einen gemeinsamen Haushalt führen, aber nicht verheiratet sind, müssen den Lebenspartner ausdrücklich im Versicherungsschein benennen lassen, damit dieser in der Rechtsschutzversicherung mitversichert ist.
Vom Verkehrsrechtsschutz sind alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr abgesichert. Wer viel Auto fährt sollte unbedingt eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben. Für günstige jährliche Beiträge kann sich umfassend für Rechtsstreitigkeiten abgesichert werden.
Immer mehr an Bedeutung gewinnt der Berufsrechtsschutz an Bedeutung. Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer landen vermehrt vor den Arbeitsgerichten. Grundsätzlich zahlt in der ersten Instanz jeder der Verfahrensbeteiligten seine Gerichtskosten selbst. Dieses Risiko lässt sich mit einer speziellen Berufsrechtsschutzversicherung kompensieren. Mitglieder von Gewerkschaften haben bei ihren Beitragszahlungen eine Berufsrechtsschutzversicherung bereits inklusive.
Geld sparen lässt sich bei einer Rechtsschutzversicherung mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung. Bei manchen Versicherungsgesellschaften lässt sich dadurch eine Beitragsreduzierung von einem knappen Drittel durch die Selbstbeteiligung realisieren. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass pro Rechtsstreit die Selbstbeteiligung zu zahlen ist.
Weitere Möglichkeiten bieten die Rabatte der Versicherer: Für Beamte und Angehörige des öffentlichen Dienstes werden Sondertarife bei der Rechtsschutzversicherung angeboten. Wer Verträge mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren abschliesst, erhält ebenfalls einen Prämiennachlass. Bei der Verkehrsrechtschutzversicherung kann die Schadensfreiheit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes auch zu einer Senkung der Beiträge führen.
Bevor der Gang zu einem Rechtsanwalt angetreten wird, sollte sich der Versicherte eine Deckungszusage seiner Rechtsschutzversicherung einholen. Die Wahl des Anwaltes ist grundsätzlich frei.
jetzt kommentieren? 18. November 2008