Monatsarchiv für November, 2008

Ideal für Selbständige: Die Rürup-Rente

Für Selbständig stellte es bisher ein Problem dar, sich für das Alter abzusichern. Der aktuelle Crash an den internationalen Finanzmärkten zeigt, wie wenig tauglich Aktien und Fondsanteile zur Altersvorsorge sind. Diese Wertpapiere unterliegen erheblichen Schwankungen. Einen dauerhaften Aufwärtstrend bei Aktien, wie es manche selbst ernannte Börsen-Gurus immer wieder publizieren, gibt es offensichtlich nicht. Zu groß ist das Risiko, alles in wenigen Tagen zu verlieren, was man in Jahrzehnten mühevoll angespart hat.Anleger die einen Rürup-Vertrag abgeschlossen haben, erhalten keine direkte finanzielle Subvention durch den Staat. Die Förderung der Rürup-Rente erfolgt als Steuerfreibeträge. Davon profitieren beide Seiten: Der Staat hat keine zusätzlichen Ausgaben und der Selbständige kann Steuern sparend für das Alter vorsorgen. Als Sonderausgaben vermindern die eingezahlten Beiträge für die Rürup-Rente die persönliche Einkommenssteuerlast. Leider zählen zu dem Freibetrag, auch die gezahlten Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung. Noch etwas sollte vor dem Abschluss eines Rürup-Vertrages bedacht werden: Der Finanzminister ist clever! Bei Auszahlung wird die Rürup-Rente, ebenso wie die gesetzliche Altersrente, vom Staat besteuert!

Im Gegensatz zu den verschiedenen Produkten der so genannten Riester-Rente, sind momentan bei der Rürup-Rente noch keine Produkte im Angebot die mit einer Kapitalgarantie versehen sind. Die Auswahl wie die Rürup-Rente erfolgen soll, besteht derzeit aus nur zwei Optionen: Eine Rentenversicherung im klassischen Sinn, oder Policen die an einen Fonds gebunden sind. Hier ergibt sich ein Problem für den vorsorgewilligen Selbständigen. Bei der Rentenversicherung ist die Verzinsung des eingezahlten Geldes eher dürftig. Hingegen unterliegen die fondsgebundenen Rürup-Policen starken Schwankungen. Verluste sind bei dieser Form der Rentenversicherung durchaus möglich, wie die jüngste Finanzkrise anschaulich beweist. Verschiedene Finanzdienstleister erkannten diese Marktlücke und bieten ihre Policen die an einen Fonds gebunden sind mit einer Garantie an. Der Anleger bekommt dadurch eine gewisse Sicherheit, aber die hat ihren Preise. Die Prämien für einen abgesicherte fondsgebundene Rürup-Police ist höher, als die einer ohne Garantie.

Grundsätzlich wird die Rürup-Rente frühestens ab dem 60. Lebensjahr monatliche und lebenslang ausbezahlt. Die Ansprüche aus einer Rürup-Rente sind nicht vererbbar. Auch können sie nicht an Dritte übertragen werden. Im Todesfall eines Rürup-Sparers haben die Hinterbliebenen keine Ansprüche auf das eingezahlte Geld in die Rürup-Police.

jetzt kommentieren? 08. November 2008

Die private Pflegeversicherung: Jetzt vorsorgen!

Seit 1995 gibt es die gesetzliche und die private Pflegeversicherung. Viele Verbraucher sind der Meinung, dass diese Versicherung erst notwendig wird, wenn man alt und pflegebedürftig ist. Damit liegen sie falsch! Der Versicherungsfall tritt ein, wenn der Versicherte, unabhängig von seinem Lebensalter, dauerhaft Pflege benötigt. Durch Krankheiten, schwere Verletzungen oder auch Unfälle kann jeder zum Pflegefall werden. Besonders Unfälle in der Freizeit trugen dazu bei, dass gesunde Menschen plötzlich auf die Pflege anderer angewiesen sind. Beim Inlineskaten den Helm nicht aufgesetzt, ein unglücklicher Sturz und schon kann es zu schwersten Schädigungen des Gehirns kommen. Niemand ist vor derartigen Ereignissen sicher. Deshalb ist es unumgänglich mit einer entsprechenden Pflegeversicherung vorzusorgen.Die Pflegeversicherung zahlt Zuschüsse für die Pflege zuhause oder stationär. Der Leistungsumfang ist bei der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung gleich. Im Gegensatz zur Krankenversicherung, erhalten bei der stationären, häuslichen oder teil stationären Pflege die Versicherten die selben Leistungen. Unabhängig ob sie der privaten oder gesetzlichen Pflegeversicherung angehören.

Grundsätzlich ist die Mitgliedschaft bei der Pflegeversicherung Pflicht. Je nach dem, wie sich ein Versicherter bei der Krankenkasse anmeldet, privat oder gesetzlich, muss eine entsprechende Pflegeversicherung abgeschlossen werden. Wer Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse ist, wird automatisch Beitragszahler der gesetzlichen Pflegeversicherung. Unterschiede zwischen der privaten und der gesetzlichen Pflegeversicherung bestehen in der Beitragshöhe. 1,7% des Bruttolohnes ist der monatliche Beitrag zu der gesetzlichen Pflegeversicherung. Frauen und Männer zahlen gleich viel. Beitragspflichtige ohne Kinder müssen zusätzlich 0,25% mehr entrichten. Bei einer privaten Pflegeversicherung wird ein Beitrag nach individuellem Risiko erhoben. Dieser richtet sich nach Beruf und Vorerkrankungen.

Auswählen zwischen der privaten und gesetzlichen Pflegeversicherung können nur freiwillig in der Krankenkasse Versicherte. Dazu gehört jeder, der sich in einer gesetzlichen Krankenkasse befindet, aber aufgrund des Einkommens die Möglichkeit hätte, in eine private Krankenkasse wechseln könnte.

Je nach Pflegebedürftigkeit und entsprechend dem Ort an dem die dauerhafte Krankenpflege stattfindet, werden die Zuschüsse zur Pflege gewährt.

In der Pflegestufe 1 befinden sich Menschen, die pro Tag mindestens 90 Minuten die Hilfe anderer benötigen. Zur Pflegestufe 2 zählt, wer einen Hilfebedarf von über drei Stunden am Tag hat. Die höchste Pflegestufe ist 3. Mindestens fünf Stunden am Tag muss sich um den Kranken gekümmert werden, bis hin zu einer 24 Stunden Betreuung. Mit der Pflegeversicherung können die entstehenden Kosten gemildert werden.

jetzt kommentieren? 07. November 2008

Kfz-Haftpflichtversicherung: Sicherheit, wenn es einmal kracht!

Zu den Pflichtversicherungen eines Autohalters gehört, die Kfz-Haftpflichtversicherung. Das sollte, hoffentlich, jeder Autofahrer wissen. Ohne eine Kfz-Haftpflichtversicherung kann es im Schadensfall sehr teuer werden! Nicht nur die Sachschäden werden von einer Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt, sondern auch entstehende Personenschäden. Auch wenn für die Versicherungen die Gewinnspannen bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung eher mager sind, so zählen diese Policen zu den wichtigsten Versicherungen in Deutschland. Eine Anmeldung eines Kraftfahrzeuges ist ohne den Nachweis einer Kfz-Haftpflichtversicherung nicht möglich.

Noch vor einigen Jahren war das Angebot an günstigen, und trotzdem leistungsfähigen Kfz-Haftpflichtversicherungen sehr begrenzt. Das änderte sich zum Vorteil für die Verbraucher. Mittlerweile bieten alle Versicherungsgesellschaften individuell zugeschnittene Tarife an. Aus ist es bei den Anbietern der Kfz-Haftpflichtversicherung zum Standard geworden, dass Verträge über das Internet abgeschlossen werden können.

Keinen Einfluss haben die Versicherungsnehmer auf die Regionalklasse ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung. Je nach durchschnittlichen Unfällen im Jahr bemisst sich deren Höhe. Doch einige Faktoren beeinflussen den Beitrag zur Kfz-Haftpflichtversicherung, bei der ein Fahrzeughalter die Prämie mitgestalten kann.

  • Fahrzeugalter: Viele Anbieter von Kfz-Haftpflichtversicherungen bieten den haltern von Neuwagen spezielle Tarife an, die günstiger sind, als Beiträge für ältere Fahrzeuge.
  • Kilometerleistung: Wer wenig fährt, verursacht weniger Unfälle. So die Meinung der Versicherer. Wenigfahrer erhalten niedrigere Tarife, als Autofahrer die viel Kilometer mit dem Auto im Jahr fahren. Von Versicherer zu Versicherer variieren dabei die Kilometergrenzen. So dürfen bei einigen Anbietern die jährlichen Fahrleistungen von 9.000 oder 12.000 Kilometern nicht überschritten werden.
  • Alter des Fahrzeughalters. Wer jünger ist, muss meistens höhere Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung zahlen. Besonders bei dieser Gruppe besteht eine erhöhte Unfallgefahr. Dafür können ältere Autofahrer günstigere Prämien erhalten. Leider sind einige Kfz-Haftpflichtversicherungsanbieter dazu übergegangen, Autofahrer ab  70 oder 75 Lebensjahre mit höheren Prämien zu belegen.
  • Geschlecht. Männer sind die schlechteren Autofahrer, der Statistik nach. Frauen sind deutlich weniger an Unfällen im Straßenverkehr beteiligt als die Männer.
  • Garagenfahrzeuge: Wer nachweist, sein Auto in einer Garage unterzustellen, erhält dafür ebenfalls einen Rabatt bei dem Beitrag zu seiner Kfz-Haftpflichtversicherung.

Diese und andere Punkte, wie die Festlegung eines Fahrers, sollten bei dem Ausfüllen eines Antrages für die Kfz-Haftpflichtversicherung berücksichtigt werden. Das Resultat ist ein moderater Versicherungsbeitrag.

jetzt kommentieren? 06. November 2008

Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Wenn es mit der Arbeit nicht mehr geht!

Als sinnvolle Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine sinnvolle Investition. Die Versicherung soll die Invalidität eines Arbeitnehmers oder Selbständigen absichern. Etwas irreführend ist in diesem Bereich der Begriff der Berufsunfähigkeit aus der Rentenversicherung. Sie gilt, im Gegensatz zu einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, nur für einen sehr kleinen und eng eingegrenzten Personenkreis.Besonders Familien in denen eine Person mit der Arbeitsleistung den Unterhalt bestreiten, sollten sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Fällt das Gehalt des Hauptverdieners wegen einer Invalidität weg, kommt die ganze Familie in große finanzielle Nöte.

Grundsätzlich zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine Rente, wenn die Invalidität eingetreten ist und der Versicherte seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann. Selbst wer nach einem schädigenden Ereignis seinen Beruf noch zu 50% ausüben kann, bekommt die Berufsunfähigkeitsrente. Als Berufsunfähig gilt, wer komplett unfähig ist seinem Beruf nachzugehen, weil

  • er/sie unter den Folgen einer Krankheit leidet
  • er/sie nach einer Körperverletzung dies nicht mehr kann
  • er/sie unter einem permanenten Verfall der körperlichen und geistigen Kräfte leidet

Ein Arzt muss nachweisen, dass für mindestens sechs Monate in Folge eine Berufsunfähigkeit vorliegen wird, die eine Berufsausübung unmöglich macht.

Wer sich Versicherungsangebote für eine Berufsunfähigkeitsversicherung einholt, bekommt unterschiedliche Angebote. Mit in die Beitragsberechnung fließt die Leistungsdauer ein. Damit ist der Zeitraum gemeint, in dem die Berufsunfähigkeitsrente gezahlt werden soll. In aller Regel ist dies bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres. Nach diesem Zeitpunkt erhält der Berufsunfähige seine Altersrente. Mittlerweile bieten Versicherungsgesellschaften Berufsunfähigkskeitspolicen mit einer Leistungszeit bis zum 67. Lebensjahr an. Der Grund dafür ist die Erhöhung des Renteneintrittsalters. Interessante Optionen werden angeboten, in dem eine Versicherungsdauer bis beispielsweise zum 58 Lebensjahr vereinbart wird, die Leistungsdauer aber bis zum 67. Lebensjahr im Vertrag fixiert ist.

Entscheiden für den Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Eingruppierung des Berufes. Je höher bei dem ausgeübten Beruf das statistische Risiko ist, berufsunfähig zu werden, um so höher ist die Versicherungsprämie. Für Risiko behaftete Berufe, wie Handwerker oder Bergleute, ist oft nur eine Dauer der Versicherung bis maximal zum 55. Lebensjahr möglich.

Auch Raucher und chronisch Kranke müssen mit höheren Beiträgen zur Berufsunfähigkeitsversicherung rechnen.

Die Einholung und der detaillierte Vergleich der Versicherungsangebote ist daher unerlässlich.

jetzt kommentieren? 04. November 2008

Der deutschen liebstes Kind: Lebensversicherungen

Nach wie vor sorgen viele Deutsche mit einer klassischen Lebensversicherung für das Alter vor. Bereits 1762 wurden die ersten Lebensversicherungsverträge in England abgeschlossen.Eine Lebensversicherung ist in den meisten Fällen eine Kapitallebensversicherung. Ausbezahlt wird sie im Erlebensfall oder wenn der Versicherungsnehmer verstirbt. Somit besteht eine Lebensversicherung aus zwei Teilen: Die Absicherung eines Risikos und als eine langfristige Geldanlage.

Die Motivation für den Abschluss einer Lebensversicherung ist, die Hinterbliebenen finanziell abzusichern. Dabei tritt die Möglichkeit eine Lebensversicherung als langfristige Geldanlage zu nutzen in den Hintergrund.

Viele Verbraucher sind überfordert, wenn es um den Vergleich der verschiedenen Versicherungsangebote geht. Auf Hochglanzprospekten werben die Lebensversicherungsgesellschaften mit großartigen Verzinsungen. Ein Kompass durch den „Angebotsdschungel” sind Fachzeitschriften. In diesen Publikationen testen unabhängige Experten regelmäßig die Leistungen der Lebensversicherungsgesellschaften und erstellen ein übersichtliches Ranking. Als Entscheidungsgrundlage sind solche Berichte geeignet.

Fast jeder volljährige Bürger kann einen Lebensversicherungsvertrag abschließen. Mittlerweile sind sogar Lebensversicherungen für Kinder erhältlich. Viele Versicherungsgesellschaften verzichten auf eine ärztliche Untersuchung vor dem Beginn der Lebensversicherung. Ab einer bestimmten Höhe der Versicherungssumme, ist jedoch eine Untersuchung unumgänglich. Die Versicherungsgesellschaften wollen ausschließen, dass der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss bereits eine schwerwiegende Erkrankung hatte. Derartige Personen werden von den Lebensversicherern abgelehnt. Bei der Gestaltung der Versicherungsprämien wird auch das Lebensalter des Kunden berücksichtig. Je älter der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss ist, um so höher fällt der monatliche Beitrag aus.

Individuell kann der Versicherungsnehmer die Laufzeit der Lebensversicherung mit der Versicherungsgesellschaft vereinbaren. Die erzielten Erträge einer Lebensversicherung unterliegen, bei Verträgen die nach dem 01.01.2009 abgeschlossen wurden, der Abgeltungssteuer. Diese Quellensteuer kann mit Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer belegt über 28% betragen.

Als Geldanlage verliert die Lebensversicherung dadurch an Attraktivität. Hinzu kommt, dass die Verzinsung einer Lebensversicherung bisher weniger lukrativ war. Nach einer Bereinigung der Inflationsquote, blieb nur ein wenig verlockender Zinssatz übrig. Ein weiterer Nachteil einer Lebensversicherung ist die Liquidität. Der vorzeitige Ausstieg aus einem Vertrag kann dem Versicherten sehr teuer kommen. Oft ist es besser die Lebensversicherung ruhen zu lassen.

Bei der persönlichen Vorsorgestrategie passt eine Lebensversicherung in das Portfolio von konservativen Anlegern.

jetzt kommentieren? 03. November 2008

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