Tagesarchiv für den 12. Dezember 2008

Was sind Direktversicherer?

Viele Versicherte ärgern sich oft über zu hohe Prämien, bei einem manchmal dürftigen Leistungsspektrum. Regelmäßig heben die Versicherungsgesellschaften ihre Beiträge an. Eine Kosten sparendene Alternative könnte ein Vertrag bei einer Direktversicherung sein. Gegen derartige Versicherungsunternehmen bestehen oft Vorbehalte. In vielen Fällen handelt es sich bei Direktversicherungen um Tochterunternehmungen von renommierten Versicherungsgesellschaften. Nachdem über Jahre hinweg die eingeführten Versicherungen in Deutschland die Direktversicherungen nicht beachteten und als wenig zukunftsfähige Nischenbranche abtaten, nahmen ihnen im Laufe der Zeit diese kleinen Anbieter immer mehr Marktanteile ab. Besonders im Bereich der Kfz-Versicherungen konnten die Direktversicherungen in kurzer Zeit den großen Versicherungskonzernen sehr viele Kunden abwerben. Das Hauptargument für einen Wechsel sind die niedrigen Prämien bei gleichen Leistungen. Ähnlich wie sich große Luftfahrtunternehmen mit dem Kauf von Billigfluglinien lästigen Mitbewerbern entledigten, gingen die großen Versicherer vor. Sie gründeten eigene Direktversicherungen oder kauften in den Markt eingeführte Unternehmen auf. Der Grund warum Direktversicherungen günstig sind, ist einfach zu erklären: Diese Unternehmen haben es erkannt, wie sich im Versicherungsbereich Kosten reduzieren lassen, ohne dass die Leistungsfähigkeit des Unternehmens darunter leidet. Im Gegensatz zu den bekannten Versicherern verzichten die Direktversicherungen auf einen Außendienst. Zwar bringen gut ausgebildete Außendienstmitarbeiter der Versicherungen zusätzlich Geld ein, in dem sie den Kunden weitere Versicherungsverträge verkaufen, ein schlagkräftiger Außendienst versucht aber auch Kosten! Neben den Gehältern und Provisionen, müssen diese Spezialisten der Versicherungen regelmäßig zu Fortbildungen, mit Informationsbroschüren für die Kunden ausgestattet werden. Hinzu kommt, dass die Außendienstmitarbeiter von speziellen Niederlassungen betreut werden müssen. Vor allem eine überbordene Bürokratie innerhalb des Unternehmens verhindert, dass die „klassischen” Versicherungsgesellschaften preiswert arbeiten können. Die meisten dieser Unternehmen sind als Aktiengesellschaften organisiert. Auch diese Gesellschaftsform kostet zusätzlich Geld. Aufsichtsräte und der Vorstand müssen entsprechend bezahlt werden. Quartalsberichte, Jahresberichte und die jährliche Hauptversammlung benötigen ebenfalls einen hohen Etat. Direktversicherungen kennen derartige Kosten nicht. Sie suchen über das Internet den direkten Kontakt zum Kunden. Auch per Telefon oder email kann der Kunde Kontakt zu einem Direktversicherer aufnehmen. Die meisten Angelegenheiten lassen sich schnell und zeitliche flexibel erledigen. Was neben den geringen Prämien ein weiterer Pluspunkt für den Verbraucher ist.

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Wie können die Leistungen der verschiedenen Anbieter miteinander verglichen werden?

Banken und Versicherungen haben zwei große Gemeinsamkeiten: Sie haben eine aufwändige Werbung in der sie viel versprechen und die wirklich wichtigen Unterlagen erhält man erst auf Nachfrage. Viele Verbraucher, die gewissenhaft verschiedene Versicherungsgesellschaften anschreiben erhalten mit der ersten Post von den Versicherungen viele bunte Hochglanzseiten. Bei diesen Informationsschreiben handelt es sich jedoch nicht um ein konkretes und individuelles Angebot. Um ein solches zu erhalten, müssen der Versicherungsgesellschaft vom Interessenten verschiedene Angaben gemacht werden. Es ist aber auch möglich, anhand eines Antragsformulares den Leistungsumfang der Versicherung mit der eines Mitbewerbers zu vergleichen. Grundsätzlich muss aus den Unterlagen hervorgehen, welche Versicherungsleistungen angeboten werden. Ebenso muss ersichtlich sein, welcher Versicherungsumfang geboten wird. Ein weiterer wichtiger Punkt der aus einem Antrag auf für eine Versicherung hervorgehen sollte, ist die Regelung wann der Versicherungsfall eintritt. Klar geregelt muss in einem Versicherungsvertrag auch sein, welche Pflichten aus diesem Antrag auf den Versicherungsnehmer zukommen. Wenn der Verbraucher bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen muss, sind diese in dem Vertrag explizit zu beschreiben. Beispielsweise bei einer Hausratversicherung, dass wertvoller Schmuck und Münzen in einem bestimmten Tresor zu verwahren sind. Gleichfalls sollte aus dem Versicherungsvertrag verständlich hervorgehen, was nicht unter den Umfang der Versicherung fällt. Dazu ist es auch notwendig in dem Antrag zu fixieren, welche Angaben regeln viele Versicherungen in ihren allgemeinen und besonderen Bedingungen zum Versicherungsvertrag. Diese sind von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft unterschiedlich ausgestaltet. Der Gesetzgeber schreibt den Versicherungen vor, was in den besonderen und allgemeinen Vertragsbedingungen zu stehen hat. Dazu gehören beispielsweise die Ereignisse, welche einen Versicherer zur Leistung verpflichten. Auch die Fälle müssen klar definiert sein, wann diese Pflicht ausgeschlossen werden kann. Im Leistungsfall muss auch der Umfang und die Art der Versicherungsleistungen in dem Vertrag eindeutig geklärt sein. Was für die Versicherer sehr wichtig ist, der Punkt über die Bestimmungen zur Zahlung der Prämie bzw. die Rechtsfolgen wenn diese nicht oder mit Verzug gezahlt werden.

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