Moderne Piraterie – Her mit dem Lösgeld…!
24.April 2008
Früher kaperten Sie ganze Schiffe oder räumten die Ladung aus. Heutzutage geht es bei den Piraten oft um Kidnapping. Selbst hiervor kann man sich schützen, beziehungsweise vor dem finanziellen Verlust. Mit einer sogenannten Lösegeldversicherung zum Beispiel, diese erstattet im Falle einer Entführung mit Lösegeldforderung das Lösegeld bis zu der versicherten Summe (sogenannte Kidnap & Ramson Policen). Diese werden meist von Großindustriellen oder für Topmanager großer Wirtschaftsunternehmen abgeschlossen.Mit einer Warentransportversicherung werden nämlich lediglich Schäden, die durch Raub oder Beschädigung , die beispielsweise durch Kampfhandlungen während eines Überfalls entstehen, reguliert. Eine P&I Versicherung (Protection-and-Indemnity-Versicherung) reguliert ausschließlich legitime Haftungsansprüche Dritter und enthält eine Unfallversicherung für Besatzungsmitglieder, die im Fall einer Verletzung oder Tötung eines Besatzungsmitglied, durch einen Piratenangriff wirksam wird.
Der Reeder wird in den meisten Versicherungsfällen entlastet, jedoch kommt es vor, dass sich der Reeder nicht gänzlich entlasten kann, wenn ihm zum Beispiel nachweislich eine Mitschuld an der Piraterie angelastet werden kann.
Der weltweit verursachten Schäden wird derzeit auf ca. 13 Mrd. € jährlich geschätzt.
Seeleute setzen langsfristig auf die Technik – sogenannte Alarm- und Tracking-Systeme (z.B. ship-Loc) verbessern die Sicherheit der Schiffe erheblich. Hierbei handelt es sich um ein Satelliten-Ortungs-System, womit Schiffe weltweit geortet werden können – weiterhin ist es für die Besatzung von äußerster Wichtigkeit Notfall-Pläne zu erstellen und diese bevor der Ernstfall eintritt zu testen, damit alle wissen, wie sie sich verhalten sollen. Dies führt dann im Gefahrenfall zu einem höheren Sicherheitsgefühl und beugt Kurzschlusshandlungen der Besatzung vor.
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