Wie erkennt ein Verbraucher, ob er angemessen versichert ist?
06.Dezember 2008
Bei Versicherungen gibt es zwei Extreme: Entweder die Verbraucher haben zu wenige Versicherungen und viele Risiken nicht mit entsprechenden Policen abgesichert, oder sie sind überversichert. Jahr für Jahr zahlen Versicherte Prämien für Versicherungen, die sie aufgrund ihrer Lebenssituation nicht benötigen. Dies nimmt regelmäßig viel Geld von dem Haushaltsbudget in Anspruch. Um selbst eine Diagnose anzustellen, zu welcher Gruppe man selbst gehört oder gar ideal versichert ist, muss Ordnung geschaffen werden. In Ordner werden zuerst alle Versicherungsverträge abgeheftet. Anschließend wird eine Aufstellung angefertigt, welche Versicherungen zu welchen Prämien laufen. Ein Muss für alle, egal ob Alleinstehend oder Familie, ist die private Haftpflichtversicherung. Auch für Arbeitnehmer, Selbständige und Ruheständler ist eine Haftpflichtversicherung unumgänglich. Ebenso wichtig ist für alle Personengruppen eine Krankenversicherung. Je nach Einkommen, Gesundheitszustand und Familienstand muss individuell entschieden werden, ob eine gesetzliche oder private Krankenversicherung die ideale Lösung ist. Ebenso sollten alle, bis auf Ruheständler, das Risiko der Berufsunfähigkeit absichern. Wer nicht in der Lage ist, dauerhaft von seinem privaten Vermögen zu leben, muss über eine Berufsunfähigkeitsversicherung entsprechend vorsorgen. Mit Produkten der Riester-Rente können, bis auf Selbständige und Rentner, alle Personengruppen finanziell für die Zeit nach dem Erwerbsleben vorsorgen. Gleiches gilt für eine betriebliche Altersvorsorge. Eine Rechtschutzversicherung kann im Einzelfall für Singles, Paare, Familien, Arbeitnehmer, Selbständige und Ruheständler von Bedeutung sein. Gleiches gilt für eine Pflegezusatzversicherung. Für Familien gehören Kinderinvaliditätsversicherungen zu den Mussversicherungen. Existenzielle Ereignisse wie Unfälle oder Krankheiten können mit einer Invaliditätsversicherung für den Nachwuchs adäquat abgesichert werden. Eine Kapitallebensversicherung macht hauptsächlich bei Selbständigen ein wenig Sinn. Wer nicht zu dieser Berufsgruppe gehört, sollte von diesen Versicherungsverträgen absehen. Wenig Sinn macht eine private Arbeitslosenversicherung. Weder Selbständige noch Angestellte profitieren von einer derartigen Versicherung. Ebenso überflüssig ist eine Ausbildungsversicherung. Diese Personenversicherung ist nur mit einer niedrigen Rendite ausgestattet und eigentlich eine Art Kapitallebensversicherung. Gleichfalls wenig sinnvoll ist eine Krankenhaustagegeld-Versicherung. Schließlich erhalten Arbeitnehmer für sechs Wochen eine Fortzahlung ihres Lohnes durch den Arbeitgeber, wenn eine gesetzliche Krankenversicherung vorliegt.
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