Wie hoch sind die Kosten für eine private Krankenversicherung
05.Dezember 2008
Immer mehr ehemalige Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen wechselten zu einer privaten Krankenversicherung. Die Hauptargumente für den Anbieterwechsel waren die besseren Leistungen und die niedrigeren Beiträge zur privaten Krankenkasse. Objektiv stimmt zumindest, dass die Leistungen einer privaten Krankenhasse bei weitem besser sind, als die einer gesetzlichen Krankenkasse. Die Ärzte und Krankenhäuser haben schon lange die privat Krankenversicherten als eine stabile Einnahmequelle entdeckt. Daher werden diese Patienten auch, wenn nicht offiziell, bevorzugt behandelt. Privatversicherte erhalten leichter und zeitnaher einen Untersuchungstermin und können sich über viele zusätzliche Leistungen freuen. Was die monatlichen Beiträge angeht, kann durchaus daran gezweifelt werden, dass eine private Krankenkasse immer die preiswerte Alternative zu einer gesetzlichen Krankenkasse ist. Wer jung und gesund beim Eintritt in die private Krankenkasse ist, hat dabei die beste Ausgangsposition. Wer die Versicherungspflichtgrenze hingegen schon in jungen Jahren mit seinem monatlichen Gehalt überschreitet, hat keinen günstigen Einstieg in die private Krankenkasse. Vor allem große Unterschiede gibt es in den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung zwischen Frauen und Männern. Erste müssen deutliche höhere Beiträge entrichten, als männliche Versicherte. Von mindestens 100 bis maximal 250 Euro pro Monat kann dies ausmachen. Ein Mann, Mitte dreißig, der gesund ist und sich privat versichern lassen will, muss realistisch zwischen 250 und 300 Euro monatlichen Krankenversicherungsbeitrag einkalkulieren. Als Einwand wird jetzt sofort kommen, in Annoncen und Werbung im Internet werden mit monatlichen Beiträgen von 50 Euro geworben. Derartige Zahlen sind kein Vergleich, denn es handelt sich um Lockangebote. Das Leistungsspektrum eines solch günstigen Tarifes, ist sehr begrenzt. In den meisten Fällen fehlt diesen billigen Angeboten das Krankenhaustagegeld. Auf dieses sollte der privat Krankenversicherte keinesfalls verzichten! Auch beträgt die Eigenbeteiligung ein vielfaches von dem, was in Verträgen mit höheren monatlichen Beiträgen anfällt. Vor allem die höhere Eigenbeteiligung kann einem Versicherten auf die Dauer sehr teuer kommen. Der vermeintliche Vorteil einer preiswerten privaten Krankenversicherung schlägt dann schnell in das Gegenteil um: Die eigene Gesundheit wird zu einem finanziellen Risiko!
Artikel gespeichert unter: Wissenswertes über die Private Krankenversicherung
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